Dyke*March und CSD Berlin

Zum politischen Kampf gehört auch Spaß

Jetzt findet gerade der Dyke* March 2018 ganz in meiner Nähe statt. Ich kann nicht mitmachen, weil es so heiß ist.

Für alle die mehr über den Dyke*March wissen wollen oder die erstmalig erfahren möchten, worum es überhaupt geht, hier ein Interview mit der wunderbaren Stephanie Kuhnen: https://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/christopher-street-day-in-berlin-dykemarch-zum-politischen-kampf-gehoert-auch-spass/22851928.html

Mein Körper, meine Identität, mein Leben!

Morgen findet die große CSD Parade statt. Die queere Gemeinschaft ist keine geschlossene Gesellschaft, sondern besteht aus Menschen, die sich auf vielfältige Weise queer identifizieren und repräsentieren. Die Filmemacher*innen Naomi Noa Donath und Henry Böttcher haben zum 40. CSD einen Film dazu produziert:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/geschichte-des-berliner-csd-lesben-schwule-kommt-raus-die-welt-sieht-euch/22852890.html

Die AFD hat versucht, sich mit einem Wagen an der CSD Parade anzumelden. Dieses wurde abgelehnt. Die AFD steht für die Spaltung der Gesellschaft, Angstmacherei und Ausgrenzung. Trotz vieler Konflikte innerhalb der queeren Community steht der CSD für Freiheit, Akzeptanz von Vielfältigkeit und Lebensfreude.

 

Interview und Video aus dem Tagesspiegel vom 27. Juli 2018

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Wir wollen eine Queer-Beauftragte für Neukölln!

Wir wollen eine Queer-Beauftragte für Neukölln!

Die Gewalttaten gegen Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle Menschen haben in Neukölln ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Dieser Tatsache ist auch von Seiten des Bezirksamtes Rechnung zu tragen. Die bisherige Strategie einer Anbindung der Belange von LSBTI an die Stelle der bezirklichen Gleichstellungsbeauftragten ist nicht ausreichend, aktiv für den Schutz einer so gefährdeten Gruppe zu sorgen.

Ursula Künning Anja Kofbinger

http://www.gruene-neukoelln.de/aktuellemeldungen/einzelansicht/news/eine-queer-beauftragte-fuer-neukoelln/

Herzlichen Glückwunsch Anja und Anja

IMG-20180511-WA0001 Anja Kofbinger und Anja Esther Kofbinger haben am 11. Mai 2018 nach elfjähriger eingetragener Lebenspartnerschaft im Standesamt Berlin-Neukölln die Ehe geschlossen.

Das war ein langer Weg

Der jahrzehnte lange Weg von den ersten zaghaften bis wilden Demonstrationen und politischen Bemühungen zur Beseitigung der Diskriminierung von Lesben und Schwulen, bis hin zum Standesamt, war und ist gepflastert mit Diffamierungen, Vorurteilen und Unverständnis von großen Teilen der hetereosexuellen Mehrheitsgesellschaft. Bis heute können sich die meisten Menschen außerhalb der Queer (LGBT) Community nicht vorstellen, mit welchen Unterstellungen und daraus entstehenden Problemen für das eigene Selbtbewußtsein Lesben, Schwule und Transmenschen leben müssen.

Ehe für Alle

Wie schon an der Einführung der eingetragenen Lebensparnerschaft im Jahr 2001 war Anja Kofbinger politisch hoch engagiert beteiligt an der Ehe für Alle 

Ich durfte, wie schon 2001, an der Zeremonie im Standesamt und beim abendlichen Festmahl teilnehmen. Die ganze Feier war berührend und wunderschön.

Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch Anja und Anja.

 

Die AFD will keine Vielfalt in der Kita

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Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Am 25. April 2018 stellte die AFD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Berlin-Neukölln den Antrag, eine neue Broschüre zur frühkindlichen Inklusionspädagogik für Fachkräfte der Kindertagesbetreuung zurückzuziehen.

Meine Antwort als Bezirksverordnete der Grünen Fraktion in Neukölln:

„Das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg und die Bildungsinitiative Queerformat haben im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ die Broschüre „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ herausgegeben. Finanziert durch den Berliner Senat.

Die Handreichung „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben – Sexuelle und Geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“ informiert Fachkräfte der Kindertagesbetreuung grundlegend und vermittelt ihnen praxisbezogene Anregungen für ein inklusives pädagogisches Handeln im Umgang mit Geschlechtervielfalt und Familienvielfalt.

Murat spielt Prinzessin

Das 140-seitige pädagogische Material im DIN-Format A4 vermittelt diese aktuellen Themen nicht sexualpädagogisch, sondern immer im weiten Horizont der Menschenrechte und insbesondere der Kinderrechte. Zahlreiche praxisorientierte Beispiele zeigen auf, wie Inklusion, Teilhabe und Barrierenabbau in Bezug auf die Vielfalt von Geschlechtern und Familienformen aussehen können.

Dabei beantworten die Autor_innen Fragen, die in den letzten sieben Jahren in Fortbildungen häufig gestellt wurden.

Die Handreichung unterstützt Fachkräfte, Teams und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung dabei, sich im Rahmen der Inklusionspädagogik mit den Vielfaltsdimensionen Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung zu beschäftigen. Erstmals liegt im deutschsprachigen Raum eine derartige Handreichung für den Bereich der frühen Bildung vor.

Allianz von AFD und CDU

Im Februar 2018 forderte die CDU-Fraktion mit einem Antrag im Abgeordnetenhaus den rot-rot-grünen Senat auf, die „Verbreitung sowie Nutzung der Broschüre ‚Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben‘ unverzüglich zu stoppen“. Begründung: „Fragen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt“ gehörten nicht in die Kita.

Beifall für den CDU-Vorstoß kam von ganz rechts: Die Broschüre gefährde das Kindeswohl, befand die AfD-Fraktion, weil sie „normabweichende“ Lebensweisen wie Homo- und Transsexualität mit der „auf Fortpflanzung angelegten“ Mann-Frau-Beziehung gleichstelle.

Die AFD inszeniert eine Schmutz- und Lügenkampagne

Seitdem tingelt die AFD mit dem immer gleichen Antrag durch die BVVen, stellt ihre Unwissenheit in Sachen kindlicher Entwicklung und ihre Rückständigkeit in allen sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zur Schau. Sie diskutiert nicht über die Inhalte der Broschüre sondern inszeniert eine Schmutz- und Lügenkampagne. Sie spricht von der „Frühsexualisierung“ und vielen damit verbundenen Unterstellungen und Verschwörungsphantasien wie der, dass linke Pädagoginnen und Pädagogen heimlich daran arbeiten, die ganze Welt trans oder wenigstens schwul zu machen, und „normale“ Kinder verachten und vernachlässigen. Der AFD geht es nicht um das Wohl der Kinder, sondern um plumpe Stimmungsmache.

Wir wollen Kitas in denen sich alle Kinder wohlfühlen

Es ist schwer begreiflich, wie man eine Broschüre wie diese skandalisieren kann, die sich vor allem das Ziel gesetzt hat, Kinder nicht zu verbiegen, und eine Umgebung zu schaffen, in der Kinder sich nicht verbiegen müssen.

Im Gegensatz zur AFD wollen wir Grüne tatsächlich Kitas in denen sich alle Kinder wohlfühlen ohne Angst vor Ausgrenzung auf Grund verschiedener Familienformen, Herkünfte oder individueller Besonderheiten. Deshalb lehnen wir den Antrag selbstverständlich ab.“