Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte als Orte des Terrors

Letzte Woche besuchten meine Schwiegertochter und ich den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Ich schrieb den untenstehenden Blogartikel dazu, der auch meine Erinnerung an den furchtbaren Terrorakt während  der Weihnachtszeit 2016 enthält. An dem Tag, als ich den Artikel fertig gestellt hatte, wurden auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt mehrere Menschen ermordet und andere schwer verletzt.

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Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz

Meine Schwiegertochter ist Afrikanerin. Wegen bürokratischer Hindernisse müssen sie und mein Sohn zur Zeit noch eine Fernehe führen, und sie ist jetzt zum dritten Mal mit einem Visum in Berlin. Das erste Weihnachtsfest in Deutschland, und es war ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und dem weihnachtlich beleuchteten Kurfürstendamm angesagt.

Wir beide fuhren mit der U-Bahn zum Wittenbergplatz und nicht nur BerlinerInnen wissen, dass sich dort das Kaufhaus des Westens, KadeWe, genannt, befindet. Weder meine Schwiegertochter noch ich haben die finanziellen Möglichkeiten, dort einzukaufen. Das machte uns einen kleinen Bummel durch das prächtige Kaufhaus leicht. Ohne den Druck etwas zu kaufen, fuhren wir die Rolltreppen auf und ab, staunten über die üppige Weihnachtsdekoration, die teuren Designerklamotten und über das unglaublich große Angebot an Weihnachtszubehör für zuhause. Schließlich verließen wir das Haus der teuren Wunder, um unseren Spaziergang fortzusetzen.

Beeindruckt von der feierlichen Straßenbeleuchtung  erreichten wir den schwer abgesicherten Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz. Auf dem Platz selbst ist von den Sicherheitsmaßnahmen nichts zu spüren.

Und hier zwischen den Glühweinständen, dem Duft leckerer Weihnachtsspezialitäten und blinkenden Lichtern wurde mir plötzlich klar, was ich bis dahin verdrängen konnte: Dieser Ort ist auch ein Ort des Schreckens. Hier sind Menschen auf furchtbarste Art gestorben und für andere hat sich das Leben auf schlimme Weise für immer geändert. Ich blieb ratlos stehen. Meine Schwiegertochter nahm meine Hand „ist that the place?“ „Yes“ flüsterte ich. Wir blieben eine Weile stehen, bis meine Schwiegertochter energisch in Richtung Glühweinstand strebte. Sie hatte von diesem Getränk viel Gutes gehört und wollte es nun endlich erstmalig ausprobieren. Und tatsächlich. Sie war begeistert. Ich dagegen bin eine bekennende Glühweingegnerin. Trotzdem freute ich mich über ihre Begeisterung. Ich kaufte dann noch heiße Maronen für uns und so schlenderten wir über den Platz und sahen uns fast jeden Stand an.

Der Breitscheidplatz wird dominiert von der Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und der dazu gehörigen neuen Kirche. Wir beschlossen, den Bummel mit einer Besichtigung abzuschließen.

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In der Kirche

Nach der Besichtigung der Turmruine gingen wir in die in den sechziger Jahren eingeweihte Kapelle mit der eindrucksvollen Christusfigur und den wunderbaren blauen Fenstern. Die Orgel erklang und wir befanden uns in einem Raum, der uns vor Lärm und Hektik von draußen abschirmte. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt  im richtigen Raum befanden. Während meine Schwiegertochter tief gläubig ist, habe ich trotz meines Alters noch religiöses Chaos in mir. Meine katholische Kindheit ermöglicht mir ein tiefes Verständnis für gläubige Menschen. Ich selbst lebe von der Kirche abgewandt und suche nach Antworten, die den Sinn des Lebens betreffen. Eine Weile saßen wir so in Gedanken versunken da.

Interkulturelles Essen

Wieder draußen im Weihnachtsrummel meldete sich der Hunger. Meine Schwiegertochter wünschte sich ein spezielles Gericht zu essen, dass alle Deutschen essen würden und ganz typisch deutsch sei. Sie wisse nur den Namen dieser Spezialität nicht, aber sie sei sich sicher, dass es das auch hier am Kudamm gäbe. Nun ist es so, dass die Deutschkenntnisse meiner Schwiegertochter und meine Englischkenntnisse sich auf einem ähnlichen Niveau befinden, nämlich sehr ausbaufähig. Schließlich fand ich heraus, was sie sich wünschte. Das war leicht zu erfüllen. Wir eilten  zu einer mir bekannten Bude am Wittenbergplatz und verspeisten genüsslich Currywurst mit Pommes.

 

 

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Ich habe Cannabis gefressen.

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Ich soll ja nichts aus dem Gebüsch fressen.

Vorgestern fing der Tag wie immer mit einem langen Morgenspaziergang an. Ich lief mit guter Laune und ohne Leine am Paul-Linke-Ufer entlang und verschwand immer mal wieder links und rechts im Gebüsch, wo allerhand Essbares zu finden ist. Da muss ich blitzschnell sein. Wenn die Bloggerin mich dabei erwischt, gibt es Schimpfe und ich muß für den Rest des Weges an die Leine. Natürlich habe ich, schnell und schlau wie ich bin, einige Kleinigkeiten gefunden und schnell hinuntergeschluckt.

Ich wurde sehr krank.

Zuhause gab es Frühstück und ich begab mich für meinen Vormittagsschlaf auf das Sofa. Irgend etwas wurde dann merkwürdig für mich. Ich kann es nicht so richtig erklären, weil ich ja ein Hund bin. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich konnte auch nicht bellen. Ich konnte und wollte  gar nichts. Nichts war mehr richtig. Meine Bloggerin las Zeitung.

Dann kam meine Professorin. Sie wohnt im gleichen Haus und ist die Herzallerliebste von meiner Bloggerin und mir. Ich freue mich immer so, wenn die Professorin kommt. Dann springe ich wild umher vor Begeisterung. Und sie freut sich weil ich mich freue, und wir knuddeln ganz viel. Das können wir mindestens zehnmal am Tag machen. Diesmal konnte ich meine Freude nicht zeigen, weil ich mich ja nicht bewegen konnte.

Ich musste zum Tierarzt.

Plötzlich waren meine Professorin und meine Bloggerin ganz aufgeregt und streichelten mich und sprachen mit mir, und boten mir Leckerli an, aber ich konnte und wollte nichts nehmen. Schließlich zogen die beiden Jacken und Schuhe an und holten die Leine. Ich stand auf, aber ich konnte nicht stehen, sondern schwankte hin und her. Die Professorin nahm mich auf den Arm und wir gingen zum Tierarzt.

Der Tierarzt untersuchte mich lange. Das lasse ich mir sonst nicht gefallen, doch diesmal konnte ich mich nicht wehren. Schließlich stand fest – ich habe Cannabis gefressen – was auch immer das sein mag. Ich erinnere mich an nichts. Schließlich bekam ich noch zwei Spritzen, wogegen ich mich auch nicht wehren konnte, und wir durften nachhause gehen. Am Abend sollten wir noch mal zur Kontrolle zu kommen.

Ich lag dann den ganzen Nachmittag bewegungslos auf dem Sofa. Am Abend dann wurde es ein wenig besser und ich konnte die 10 Minuten zum Tierarzt etwas wackelig zu Fuß gehen. Der Tierarzt sagte, es würde zwei bis drei Tage dauern, bis alles aus meinem Körper raus ist und ich darf an diesem Abend kein Abendessen bekommen. Ich hatte sowieso keinen Hunger.

Zuhause legte ich mich dann in mein Körbchen und schlief mich erstmal aus.

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Es geht mir wieder gut.

Jetzt ist wieder alles gut. Heute waren wir im Wald. Da durfte ich frei laufen. Die Bloggerin passt jetzt leider viel mehr auf und ruft mich sehr schnell zurück, wenn ich im Gebüsch verschwinde. Ich habe keine Ahnung, warum sie das macht.

 

Der Rückzug der Frau Dr. Merkel

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Angela Merkel hat ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Sie wird im Dezember nicht bei den Wahlen für den Parteivorsitz der CDU kandidieren und auch nicht als Kanzlerkandidatin bei den nächsten Bundestagswahlen. Die Medien überschlagen sich zu Recht in respektvollen Ehrenbekundungen für diesen Entschluss.

Warum ist Herr Seehofer noch im Amt?

Frau Merkel, die als mächtigste Frau der Welt gilt, hat für sich die Konsequenz aus den verheerenden Ergebnissen der letzten Landtagswahlen für die Koalition gezogen.  Frau Merkel gilt mit ihrem sachlichen Politikstil als verlässliche Partnerin vieler Regierungen weltweit. Warum aber Herr Seehofer, der größte Krawallmacher in der Regierung, noch im Amt ist, erschließt sich mir nicht.

Wie soll es weitergehen?

Der/ die neue Parteivorsitzende wird Kanzlerkandidatin werden. Es werden Namen genannt, bei denen sich mir der Magen umdreht: Spahn und Merz. Annegret Kramp-Karrenbauer ist erzkonservativ, aber sie scheint mir eine würdige Nachfolgerin für Merkel.

Ich bin keine CDU Wählerin. Ich bin Grüne und folglich wähle ich auch nicht die SPD. Auch die SPD müsste Konsequenzen aus den Wahlergebnissen der Landtagswahlen ziehen. Kann sie aber nicht, da das Personal fehlt.  In einer neuen Regierung würde ich eine grün/rote Koalition favorisieren. Doch mit dieser schwachen SPD geht nichts mehr.  Ob sie es noch schafft, sich für die Agenda 2010 zu entschuldigen und sich gründlich zu erneuern, ist nicht absehbar.

Ich bin froh über das sehr gute grüne Ergebnis bei den Landtagswahlen, das wir mit der Konzentration auf unsere Kernthemen und mit kompetenten KandidatInnen erzielt haben.

 

 

 

Säuglingssterblichkeit in Neukölln

 

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In Berlin Neukölln ist seit Jahren eine fast doppelt so hohe Säuglingssterblichkeit festzustellen als in allen anderen Berliner Bezirken. Ich bin als Bezirksverordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses der Grünen in Neukölln seit einiger Zeit mit dem Problem beschäftigt. Viele Medien berichteten schon darüber.

Heute am 17.10.2018 erschien dazu in der taz -die tageszeitung ein Artikel. Die Autorin ist Uta Schleiermacher, die mich interviewte:

„Rätseln um hohe Säuglingssterblichkeit

Es ist eine alarmierende Zahl, und bisher kann niemand sie wirklich erklären. In Neukölln sterben deutlich mehr Säuglinge innerhalb ihres ersten Lebensjahres als in den anderen Bezirken – fast doppelt so viele wie im Berliner Durchschnitt. Das zeigt der ausführliche Gesundheitsbericht des Bezirks. Von 1.000 Babys überleben in Neukölln durchschnittlich 5,3 ihr erstes Lebensjahr nicht. Etwa die Hälfte davon stirbt bereits während der ersten Lebenswoche. Der Durchschnitt für ganz Berlin ist 3,1.

Besonders drastisch ist der Vergleich zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf, in dem durchschnittlich 1,4 Kinder das erste Lebensjahr nicht erreichen. Und während bundes- und landesweit die Fälle weniger werden, steigt die Säuglingssterblichkeit in Neukölln sogar. Auch die Zahl der Totgeburten nimmt zu. Beide Tendenzen lassen sich schon seit ein paar Jahren beobachten. Die Zahlen beziehen sich auf die jeweils in den Bezirken gemeldeten Kinder.

Im Bezirk macht man sich nun auf die Suche nach den Ursachen. Eine Mitarbeiterin des Stadtrats für Gesundheit, Falko Liecke (CDU), sichtet zurzeit die entsprechenden Leichenschauscheine noch mal manuell. Liecke erhofft sich daraus Erkenntnisse über die Todesursachen. „Vielleicht kommt dabei auch heraus, dass die Zahlen gar nicht stimmen und dass der Fehler in der Statistik liegt“, sagt er.

Auch die Bezirksverordnetenversammlung diskutiert seit Monaten über das Thema, das auch für die heutige Sitzung am Mittwoch wieder auf der Tagesordnung steht. Von Antworten sind alle aber noch weit entfernt. Denn dass Armut krank macht, ist zwar erwiesen. Aber allein die soziale Lage in Neukölln kann die hohen Fallzahlen nicht erklären. Denn sie unterscheiden sich nicht nur von den Zahlen in reicheren Bezirken, sondern auch vom Bezirk Mitte, der eine ähnliche Sozialstruktur wie Neukölln hat. Auch, dass es nur sehr wenige Frauen­ärzt*innen in Neukölln gibt, reicht als alleinige Erklärung nicht aus.

„Es gibt anscheinend eine Gruppe, die wir nicht erreichen, und das schon seit Jahren“, sagt Ursula Künning, die als Bezirksverordnete für die Grünen auch im Gesundheitsausschuss sitzt. Das Problem müsse unbedingt weiter erforscht werden, gleichzeitig müssten präventive Maßnahmen ausgebaut werden. „Wir müssen möglichst schnell herausfinden, ob es beispielsweise an mangelnder Gesundheitsaufklärung liegt, an Erkrankungen der Mütter, an der Lebensführung, wenn Mütter rauchen oder Alkohol trinken, oder ob es die mangelnde Gesundheitsversorgung im Bezirk ist“, sagt Künning.

Dass bisher niemand eine Erklärung für die hohe Säuglingssterblichkeit in Neukölln hat, bedeutet nicht, dass sich Verantwortliche mit Spekulationen zurückhalten. Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) äußerte im Sommer die Vermutung, die Säuglingssterblichkeit könnte an Verwandtenehen liegen. Der Unterton war deutlich: viele Migranten bedeute viele Ehen zwischen Cousins und Cousinen, und aus diesen Verbindungen gingen Kinder mit schweren Behinderungen hervor. Die Bezirksverordnete Ursula Künning hält diese These jedoch für schädlich. „Es muss gar nichts mit irgendeinem Migrationshintergrund zu tun haben. Wir wissen schlicht und einfach nicht, woran es liegt“, sagt sie, „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht Vorurteile befeuern, die sowieso schon bestehen.“

Inzwischen ist Liecke zurückgerudert, doch so ganz abrücken möchte er von dieser Theorie nicht. „Es eine mögliche Erklärung“, sagt er und beruft sich auf eine Studie, nach der das Risiko für genetische Defekte unter Verwandten achtmal höher sei. „In welcher Größenordnung das passiert und welche Auswirkungen das hat, kann ich nicht sagen.“

Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass sich das jemals herausfinden lässt. Denn weder ist ein Zusammenhang zwischen Verwandtenehen und Säuglingssterblichkeit wissenschaftlich erwiesen, noch der zwischen Migranten und Verwandtenehen. Es gibt auch überhaupt keine statistischen Zahlen darüber, wie viele Menschen in Neukölln mit einem näheren Verwandten verheiratet sind. Und die absoluten Fallzahlen der toten Säuglinge sind schließlich so gering, dass sich solch ein Zusammenhang statistisch auch nicht nachweisen ließe.

Liecke will dem trotzdem weiter nach­gehen – als einer möglichen Erklärung, warum die Zahlen in Neukölln anders sind. „Es kann ein statistischer Fehler sein, es kann an der ärztlichen Versorgung liegen, an Armut und Bildungsferne, an mangelnder Schwangeren-Beratung – oder eben an Verwandtenehen“, sagt er. Natürlich könne ein System immer verbessert werden, doch in Neukölln seien auch schon viele Angebote für junge Eltern umgesetzt. Vorsorgeangebote seien allerdings noch ausbaufähig. „Mein Eindruck ist, dass viele erst zum Frauenarzt gehen, wenn sie akute Beschwerden haben, anstatt regelmäßig zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen“ sagt er. Bis aus solchen Mutmaßungen und Eindrücken Gewissheit wird, wird es allerdings noch eine ganze Weile dauern.“

 

Wenn rechtsextreme Parteien gewählt werden – Das Beispiel Riace.

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Das süditalienische Dorf Riace

Das süditalienische Dorf Riace war vom Aussterben bedroht, doch dann entwickelte es sich zum Vorzeigedorf. Zu verdanken war dies dem Bürgermeister Domenico Lucano. Dieser nahm Dutzende Geflüchtete aus aller Welt auf, verschaffte ihnen Unterkünfte in bereits verlassenen Häusern und unterstützte sie bei der Eröffnung von Geschäften und bei der Arbeitssuche. Sogar die Dorfschule konnte wieder eröffnet werden. Der Bürgermeister Lucano mit dem Dorf  Riace wurde international als Beispiel für gelungene Integration gelobt.

Die Festnahme des Bürgermeisters

Vor zwei Wochen wurde Domenico Lucano festgenommen. Jetzt kündigte der rechtspopulistische Innenminister Matteo Salvini an, dass alle 200 EinwanderInnen aus dem Dorf in Flüchtlingslager in Italien umgesiedelt werden. Begründet wird dieses Vorgehen unter anderem damit, dass Scheinehen zwischen BewohnerInnen und MigrantInnen geschlossen wurden seien.

Eine rechtsextreme Regierung

In Ialien regiert seit kurzem die populistischeFünf-Sterne-Bewegung gemeinsam mit der rechtextremen Lega. Nicht nur in Italien, auch in anderen Ländern Europas sind Rechtsextreme an der Macht oder gefährlich nah dran.  Am Beispiel des kleinen Dorfes Riace und seines Bürgermeisters wird deutlich was geschieht, wenn die Bevölkerung eines Landes populistischer Hetzerei glaubt. Mir macht das Angst.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/riace-in-italien-matteo-salvini-laesst-fluechtlinge-abtransportieren-a-1233165.html

Welthundetag

Heute ist Welthundetag. Ich grabe und grabe und finde kein Geschenk. Aber halt, die Bloggerin geht in die Küche. Wenn ich sie nur lange genug niedlich ansehe, wird sie wohl ein Leckerlie für mich rausrücken. Hoffentlich ein großes. Weil ja heute Hundefeiertag ist.

Hund Herbst Regen

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Die letzten Monate waren oft schwer für mich. Ihr erinnert euch sicher noch an die große Hitze und das furchtbare Ding, dass meine Bloggerin in die Wohnung gestellt hat – diesen Ventilator. Das ist vorbei. Wenn wir morgens losziehen, ist es kühl. Die Bloggerin zieht eine Jacke an. Ich trage wie immer mein schönes Fell.

Letzten Sonntag hat es geregnet

Am Sonntag waren wir in der Hasenheide.  Wir hatten den Park fast für uns allein, denn es regnete in Strömen. Meine Bloggerin und ich mögen das. Der einzige Nachteil ist, dass die Wege und Wiesen jetzt nicht mehr so trocken und staubig sind. Ich wälze mich so gerne im Staub und pudere mein ganzes Fell damit ein. Herrlich! Zuhause will meine Bloggerin mich dann immer bürsten oder sogar duschen. Das will ich nicht und die Sache endet dann immer im Streit.

Der Regen pflegt mein Fell

Wir nutzen den Regen als Hundedusche. Die Bloggerin trägt eine Regenjacke mit der Kapuze tief im Gesicht. Der Regen läuft ihr über die Brille, die Gummistiefel scheuern an ihren Füßen. Die Jeans weichen durch und allmählich wird es kalt. Wir gehen nach Hause. Vor der Wohnung werde ich noch kräftig mit einem Handtuch abgerubbelt und dann darf ich mich auf das Sofa legen und die Wohnung mit einem schönen Duft nach nassem Hund bereichern.

 

Guter Lohn für schlechte Arbeit

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Da bleibt mir nur wieder die Wut. Herr Maaßen hat sich seines Amtes unwürdig erwiesen, wird deshalb befördert und kommt in eine höhere Gehaltsstufe. Es mag ja sein, dass eine Entlassung nicht möglich ist, aber wohl doch eine Versetzung in den Ruhestand. Dort würde er viel Geld für nichts bekommen, aber er wäre dann endlich nicht mehr in der Lage schlechte, schädliche Arbeit zu leisten.

Nun ist die GroKo bis zur nächsten Krise gerettet. Die AFD und diverse AnhängerInnen freuen sich über dieses trostlose Schauspiel und die SPD ist ein weiteres Stück in die Bedeutungslosigkeit gerutscht.

Die arbeitssuchende oder arbeitende Bevölkerung ist angewidert und sieht alle Vorbehalte gegen politisches Handeln bestätigt.

Ich selbst bleibe politisch aktiv, denn einfach aufgeben ist auch keine Lösung.